12.02.2026
Buchvorstellung: ‚bin weiblich, bin männlich, doppelt‘ - Queere DDR-Literatur
Berlin: 5. März 2026, 19:00 Uhr - Helle Panke
Lerpzig: 18. März 2026, 19:30 Uhr - Conny Island (Buchmesse Leipzig)
Eine Frau mit männlicher Vergangenheit müsste man sein. (Irmtraud Morgner)
Die im Band „bin weiblich, bin männlich, doppelt“ Queere DDR-Literatur" (Mitteldeutscher Verlag 2025) versammelten Beiträge sind ein unvollständiger Versuch, den literarischen Spuren des Nichtidentischen in Geschlecht, Sexualität und Begehren in der (Literatur) der DDR nachzugehen. „Queer“ beschreibt – wenn auch nachträglich – das, was in Bezug auf Geschlechterfragen in der DDR-Literatur so kostbar und interessant ist: dass sich in ihr eine Sprache der Abweichung, der Spuren und Reste für das Sexuelle, das Begehren und Geschlecht finden lässt. Eine Sprache, die noch keine festen Kategorien und Termini kennt und somit Sexualität von den nichtidentischen Rändern aus erschreibt. Queer sind die Texte auch, weil sie nicht „nur“ die Geschlechtsidentität, die vergeschlechtlichen Rollen und Normen infragestellen, sondern auch das vermeintlich gegebene Geschlecht brüchig werden lassen.
Neben den FDJ-Poetenseminaren, der Lesbenzeitschrift „frau anders“ und einem Gespräch mit dem Autor Norbert Marohn beschäftigen sich die Artikel mit den Autor:innen Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann, Christa Wolf, Christa Reinig, Helga Königsdorf, Helga Schütz, Sarah Kirsch, Maxie Wander, Waldtraut Lewin, Christa Kożik, Norbert Marohn, Ronald M. Schernikau, Franz Fühmann und Erich Loest. Diese Liste ist unvollständig und auch nicht als Systematik Queerer DDR-Autor:innen bzw. Queerer DDR-Literatur zu verstehen. Vielmehr ist sie ein erster Vorschlag, Literatur aus der DDR unter queermaterialistischer Perspektive zu betrachten. Queer ist – das wird in allen Beiträgen deutlich – in der der hier besprochenen Literatur weniger allein ein inhaltliches Akronym für diverse Sexualitäten, Begehren und Geschlechter. Mehr noch zeigt sich Queeres ausgehend vom literarischen Material als ein ästhetisches Verfahren sowie als textuelle erotische Praxis.
Termine:
Berlin:
Buchvorstellung und Gespräch mit der Herausgeberin Franziska Haug und den Autoren Lucas Mielke und Alexander Wagner
Wann: 5. März 2026, 19 Uhr
Wo: Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin Kopenhagener Str. 9 10437 Berlin
Leipzig:
Buchvorstellung und Gespräch von und mit Jonas und Franziska Haug, Norbert Marohn, Sina Meißgeier, Felix Schmidt und Nane Pleger.
Wann: 18.03.2026, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
Wo: Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Weitere Termine folgen
12.02.2026
Buchvorstellung: ‚bin weiblich, bin männlich, doppelt‘
Berlin: 5. März 2026, 19:00 Uhr - Helle Panke
Lerpzig: 18. März 2026, 19:30 Uhr - Conny Island (Buchmesse Leipzig)
Eine Frau mit männlicher Vergangenheit
müsste man sein.
(Irmtraud Morgner)
Die im Band „bin weiblich, bin männlich, doppelt“ Queere DDR-Literatur" (Mitteldeutscher Verlag 2025) versammelten Beiträge sind ein unvollständiger Versuch, den literarischen Spuren des Nichtidentischen in Geschlecht, Sexualität und Begehren in der (Literatur) der DDR nachzugehen. „Queer“ beschreibt – wenn auch nachträglich – das, was in Bezug auf Geschlechterfragen in der DDR-Literatur so kostbar und interessant ist: dass sich in ihr eine Sprache der Abweichung, der Spuren und Reste für das Sexuelle, das Begehren und Geschlecht finden lässt. Eine Sprache, die noch keine festen Kategorien und Termini kennt und somit Sexualität von den nichtidentischen Rändern aus erschreibt. Queer sind die Texte auch, weil sie nicht „nur“ die Geschlechtsidentität, die vergeschlechtlichen Rollen und Normen infragestellen, sondern auch das vermeintlich gegebene Geschlecht brüchig werden lassen.
Neben den FDJ-Poetenseminaren, der Lesbenzeitschrift „frau anders“ und einem Gespräch mit dem Autor Norbert Marohn beschäftigen sich die Artikel mit den Autor:innen Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann, Christa Wolf, Christa Reinig, Helga Königsdorf, Helga Schütz, Sarah Kirsch, Maxie Wander, Waldtraut Lewin, Christa Kożik, Norbert Marohn, Ronald M. Schernikau, Franz Fühmann und Erich Loest. Diese Liste ist unvollständig und auch nicht als Systematik Queerer DDR-Autor:innen bzw. Queerer DDR-Literatur zu verstehen. Vielmehr ist sie ein erster Vorschlag, Literatur aus der DDR unter queermaterialistischer Perspektive zu betrachten. Queer ist – das wird in allen Beiträgen deutlich – in der der hier besprochenen Literatur weniger allein ein inhaltliches Akronym für diverse Sexualitäten, Begehren und Geschlechter. Mehr noch zeigt sich Queeres ausgehend vom literarischen Material als ein ästhetisches Verfahren sowie als textuelle erotische Praxis.
Termine:
Berlin:
Buchvorstellung und Gespräch mit der Herausgeberin Franziska Haug und den Autoren Lucas Mielke und Alexander Wagner
Wann: 5. März 2026, 19 Uhr
Wo: Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin Kopenhagener Str. 9 10437 Berlin
Leipzig:
Buchvorstellung und Gespräch von und mit Jonas und Franziska Haug, Norbert Marohn, Sina Meißgeier, Felix Schmidt und Nane Pleger.
Wann: 18.03.2026, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
Wo: Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzi
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“Stellt Euch vor es ist Sozialismus und keiner geht weg.”
Christa Wolf
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